Grimm, Jakob (1785-1863). Kinder- und Hausmärchen (Zusammenstellung : 1812)
Grimm, Jakob (1785-1863); Grimm, Wilhelm (1786-1859) ,
1812-1819
- Normdaten
Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm (Deutsch)
Kinder- und Haus-Märchen (Deutsch)
Gurimu no mukashibanashi
Grimms samlede eventyr
Grimm masalları
The fairy tales of the Brothers Grimm
Grimm's fairy tales
German popular stories
Fiabe
KHM
Les présents du petit peuple
Contes de l'enfance et du foyer
Grimms eventyr
Baśnie braci Grimm
Kontadennoù Grimm
Grimm Masalları
Fiabe del focolare
Cuentos de la infancia y del hogar
Contos de Grimm
Bröderna Grimms sagor
Brødrene Grimms eventyr
Gyermek, és családi mesék
Mearkes fan Grimm
Kanner- an Hausmärercher
Grimmin sadut
Truyen cô Grimm
Nonnulli apologi Grimmiani
Rondalles de Grimm
- Zusammenstellung
- Märchen
- Deutsch
Meid, Volker: Metzler Literatur Chronik, 3., erw. Aufl., 2006 (positiv)
Uther, H.-J.: Handbuch zu den "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm : Entstehung - Wirkung - Interpretation. - de Gruyter. - Berlin. - 2008 (positiv)
Rölleke, H.: Es war einmal ... : die wahren Märchen der Brüder Grimm und wer sie ihnen erzählte. - Eichborn. - Frankfurt a. M. - 2011 (positiv)
Schippan, R.: Zeit, diese Märchen festzuhalten : Über Erstausgaben der Deutschen Literatur im Kontext zur Entstehungsgeschichte der Kinder- und Hausmärchen von Jacob und Wilhelm Grimm. - Puntillo Verlag. - Düsseldorf. - 2013 (positiv)
Enz. Märchen (positiv)
https://de.wikisource.org/wiki/Kinder-_und_Hausmärchen (Stand: 05.04.2017)
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Grimms_Märchen&oldid=204400303 (Wikipedia; Stand: 21.10.2020)
Impulse und Hinweise bekamen die G.s u.a. von A. v. Arnim, J. F. Reichardt und C. Brentano. Als (indirekte) Vorlagen dienten u.a. die Märchen von Perrault und Basile, aber auch Musäus eher unbekannte Anthologie.
Inhalt: Die einzelnen Märchen sind meist relativ kurz gehalten und bedienen sich einer einfachen Sprache; viele Märchen wurden kindgerecht angepasst und von allzu grausamen oder sexuellen Anspielungen bereinigt. Richtete sich explizit auch an erwachsene Leser (Bildungsaspekt). Varianten von Märchenmotiven sind oft miteinander kombiniert. Das Buch sollte preiswert sein und zur Mitarbeit anregen. So wurde auch fragmentarisches Material abgedruckt, mit Anmerkungen direkt unter den Texten.
Überlieferung: Die 1810 an Brentano gesandte handschriftliche Urfassung blieb erhalten und bildet eine beliebte Quelle für die Märchenforschung und Germanistik. Die ersten Exemplare erschienen am 20. Dezember 1812 (Bd. 1), der größte Teil im März 1813 in einer Auflage von 900 Stück beim Verlag Reimer in Berlin, der 2. Bd. erschien 1815. Bis 1857 erschienen insgesamt 7 Auflagen, jeweils um weitere Märchen und auch Legenden ergänzt. Erst mit der "Kleinen Ausgabe" ab 1825 (bis 1858) wurde die Sammlung erfolgreich verkauft.
Bis heute ist die Zus.-stellung ein zeitloser Klassiker und gilt durch die zahlreichen Übersetzungen als bekannteste Sammlung deutscher Literatur. Die Originaltexte sind den meisten Lesern unbekannt, sodass viele äußere Details, die heute Allgemeinwissen sind, tatsächlich nicht in der Märchensammlung belegt sind (bspw. im Froschkönig, bei Dornröschen oder Schneewittchen). Die KHM gehören seit 2005 zum Weltkulturerbe.