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G:Sonderdruck-Sammlungen (Marbacher Bestände) - [Geschlossener Bestand der Bibliothek, Sammlung, Sonderdruck-Sammlung]

Burkert, Walter (1931-2015); Gadamer, Hans-Georg (1900-2002); Martini, Fritz (1909-1991); Zeller, Bernhard (1919-2008); Trunz, Erich (1905-2001)

26.569 Sonderdrucke

Media type
  • Gedrucktes
Type of Holding
Sonderdruck-Sammlung , Sammlung , Geschlossener Bestand der Bibliothek
Collection
Bibliothek
Signature
G:Sonderdruck-Sammlungen (Marbacher Bestände)
Extent
26.569 Sonderdrucke
Table of contents
Zu den literarischen und wissenschaftlichen Nachlässen und zu den Autorenbibliotheken gehören in einigen Fällen auch Sonderdruck-Sammlungen, die hinsichtlich ihrer Quantitäten sehr unterschiedlich sein können. Der Sonderdruck, das sogenannte "Separatum", hatte bis vor wenigen Jahren die Funktion eines Kommunikators im Wissenstransfer, dokumentierte persönliche Beziehungen (Widmungen) und diente oftmals als Arbeitsinstrument (Notate, Anstreichungen). Mittlerweile gehört der traditionelle Sonderdruck in Papierform zu einer "ausgestorbenen" Spezies im akademischen Leben, teilweise wird er abgelöst durch eine elektronische Ressource (PDF-Datei), teilweise verzichten die Verlage ganz auf diese Form des Belegexemplars.
Um so wichtiger wird daher der Marbacher Bestand der (historischen) Sonderdruck-Sammlungen.
Overview
Wichtige Sammlungen in den Beständen des DLA Marbach:
Brinkmann, Richad (1.621 Sonderdrucke)
Burkert, Walter (7.681 Sonderdrucke)
Gadamer, Hans-Georg (833 Sonderdrucke)
Koselleck, Reinhart (2.401 Sonderdrucke)
Krummacher, Hans-Henrik (1.774 Sonderdrucke)
Löwith, Karl (143 Sonderdrucke)
Martini, Fritz (4.833 Sonderdrucke)
Raabe, Paul (991 Sonderdrucke)
Sternberger, Dolf (1.467 Sonderdrucke)
Trunz, Erich (574 Sonderdrucke)
Voßkamp, Wilhelm (1.516 Sonderdrucke)
Zeller, Bernhard (2.735 Sonderdrucke)
Media Number
BF000410466
User Advice
Am Standort . eingeschränkt benutzbar
Comments
Beginnend mit den positivistisch orientierten Kultur- und Literaturwissenschaften um 1880 bis zum Anbruch des 21. Jahrhunderts spielte der Sonderdruck eine wichtige Rolle im akade-mischen Leben. Insbesondere in den Jahrzehnten, als Papierkopien und Digitalisate noch futuristische Wunschträume waren, diente das "Separatum" aus einer Zeitschrift oder aus einem Sammelband mit Beiträgen mehrerer Verfasser als willkommenes Medium in der gelehrten Welt. Man tauschte auf diese Weise seine neuesten naturwissenschaftlichen oder philologischen Erkenntnisse aus, versah die Schrift oftmals mit einer persönlichen Widmung und schickte sie an interessierte Kollegen, europaweit und weltweit. Die einen freuten sich, das teure Originalwerk wegen ein paar Druckseiten nun nicht kaufen zu müssen, die anderen sahen sich geehrt, dass sie mit dem Sonderdruck eines Groß-Ordinarius bedacht wurden. Für die meisten Wissenschaftler war diese spezifische Form der Distribution von Wissen jedoch mehr als nur eine höfliche Geste, die ihnen kollegial oder freundschaftlich verbunden zuteil wurde. Der Sonderdruck fungierte als praktisches Arbeitsmittel und komplettierte die professorale Privatbibliothek.