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Portrait Friedrich Schiller [Pastell]

Unbekannt; Simanowiz, Ludovike (1759-1827)

zwischen 1794 und 1799

Inventarnummer: 1972

Media type
  • Bilder und Objekte
Object type
Pastell
Title
Portrait Friedrich Schiller
Period of Origin
zwischen 1794 und 1799
Description
o. Bez.
Technology
Pastell über Bleistift (Graphit?) auf graubraunem Papier; vermutlich erst später mit Aquarell und Gouache überarbeitet
Dimension [in cm]
28,0 (Höhe) x 20,3 (Breite)
Condition
Einige kleinere Ausbrüche aus der Malschicht.

Neurahmung durch das DLA (2009).
Comments
Der Überlieferung zufolge (s. Heinrich Schmidts Anzeige im Morgenblatt Nr. 81 von 1807 (S. 323) zu seinem Stich nach dem Pastell) überließ Schiller das Brustbild 1799 beim Wegzug aus Jena "als Andenken der Frau des Professors Griesbach, seiner Hausgenossin, deren stete Hilfsbereitschaft sich zuletzt noch bei Lottes schwerer Erkrankung auf schönste bewährt hatte." (Güntter, s.u.: Mein Lebenswerk, s. a. Heinrich Döring: Schillers Leben. 1854, S. 227).
Ursprünglich beabsichtigte Friederike Griesbach, das Portrait nach ihrem Tod an Schillers ältesten Sohn Karl weiterzugeben (Briefzitat in Güntter, s.u.: Aus dem Schillermuseum). Erhalten hat es dann jedoch Ernst von Schiller.
Die ursprüngliche Abdeckung (jetzt s. Unterlagen zu Originalen) bez. (Tinte): "Dieses Bild soll nach meinem Tod [a?] meine Tochter, Maria Hagen (geb. Ridel) bekommen. 8./9. 1893. | Eigenthum von Frau Emilie Ride[l,] geb. Zwierlein. | Geschenk von Ernst von Schiller an Frau Marie Zwierlein."
Bisher ungeklärt ist die Verbindung zwischen Ernst von Schiller und Marie Zwierlein (1802-1875), der Tochter von Marie und Johann Gottfried Friedrich Kirsten (Weimar). Marie Zwierleins Tochter Emilie (1828-1913) heiratete den Weimarer Maler Rudolf Ridel.
In der Literatur gilt meist Ludovike Simanowiz als Urheberin des Portraits. Für diese Annahme fehlen jedoch bisher schriftliche Quellen; auch ist von der Künstlerin kein weiteres Pastell bekannt und spricht die Ausführung nicht für Simanowiz (vgl. dazu die Bezeichnung auf Bolts Stich nach Simanowiz Inv.nr. 4382). Weizsäcker (s. u., S. 220f.) schreibt das Pastell unter Vorbehalt Johann Heinrich Schröder zu.
Da es sich nicht um eine Vorstudie zum dreiviertelfigurigen Portraitgemälde von Simanowiz (Inv.nr. II 0052) handelt, könnte es als Ausschnittkopie in Schillers Auftrag entstanden sein - unter Abänderung der Vorlage zum in sich geschlossenen Brustbild, das 1807 erstmals reproduziert wurde (s.o.).
Eine vermutlich wiederum als Kopie des Pastells entstandene Version befand sich ursprünglich im Besitz von Schillers Tochter Caroline; sie wurde als "farbige[n] Zeichnung von L. Simanowiz im Körner-Museum zu Dresden" in der Illustrirten Zeitung. Leipzig und Berlin. Friedrich Schiller. Sonderdruck 1905, reproduziert, s. dort S. 10 (Abb.) sowie S. 31.

Das Marbacher Exemplar wurde 1914 von Maria Hagen, geb. Ridel, Weimar, erworben.
Literature
  • Paul Weizsäcker: Geschichte eines Schillerbildes, in: Marbacher Schillerbuch III (1909), S. 194ff. sowie 220f.
    Otto Güntter: Aus dem Schillermuseum. Bildnisse Schillers, seiner Eltern, Geschwister und Kinder. Stuttgart 1916, S. 8.
    Otto Güntter: Mein Lebenswerk. Stuttgart 1948, S. 94.
    Hermann Mildenberger: Künstlerporträts. Zum Wandel der Bildnisauffassung, in: Kat. Schwäbischer Klassizismus. Stuttgart 1993 Bd. 2, S. 237.
    Kat. Der freie Blick. Anna Dorothea Therbusch und Ludovike Simanowiz Zwei Porträtmalerinnen des 18. Jahrhunderts. Heidelberg 2002, S. 73.
Inventory Number
1972
Digital object
Use
Am Standort