Portrait Friedrich Schiller [Scherenschnitt]
Duttenhofer, Luise (1776-1829)
nach 1805 (?)
Inventarnummer: 1509
- Bilder und Objekte
Ob es sich bei der Bezeichnung um einen eigenhändigen Vermerk der Künstlerin handelt, ist äußerst fraglich, unter anderem deshalb, weil die Zusammenstellung der Tafelschen (s.u.) Duttenhofer-Schnitte auf großen Bögen vermutlich erst durch die Nachkommen von Luise Duttenhofer erfolgt ist.
Es ist kaum anzunehmen, zumindest bisher nicht nachzuweisen, daß die Scherenschneiderin dem Dichter begegnet ist. Als sich Schiller 1793/94 in Ludwigsburg und Stuttgart aufhielt, war Luise Duttenhofer erst 16 bzw. 17 Jahre alt.
Da die Künstlerin später mit Johann Heinrich Dannecker befreundet war und sich wiederholt zu Studienzwecken in seinem Atelier aufgehalten hat, werden ihr dessen Schiller-Portraits bekannt gewesen sein. Daß mit dem Lesenden (ein Typus, der häufig im Werk der Künstlerin anzutreffen ist) Schiller gemeint sein soll, ist denkbar, jedoch nicht zwingend.
Das Blatt gehört zur 'Sammlung Luise Duttenhofer', die an die 1200 Schnitte auf 337 Bögen umfaßt und von Otto Tafel, einem Enkel der Künstlerin, zum 10. November 1911 als Schenkung nach Marbach gegeben wurde (ein kleinerer Teil 1911, der größere nach dem Tod der Witwe 1933).
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Gertrud Fiege: Die Scherenschneiderin Luise Duttenhofer. Marbacher Magazin 13/1979
Hans Rühl (Hg.): Scherenschnitte von Luise Duttenhofer. Aarau / Stuttgart 1978, S. 151
D -> Duttenhofer, Luise (1776-1829) -> Teilnachlass, Bilder und Objekte [J:Duttenhofer, Luise (Künstlerischer Teilnachlass)] -> Künstlerischer Teilnachlass Luise Duttenhofer [Standortkonvolut]