Ahasver : Stefan Heym stellt sein neues Buch vor : [Lesung]
Heym, Stefan (1913-2001); Storz, Ingrid (1936-1983)
[Stuttgart] : [Hoser's Buchhandlung], 1981 - 1 Tonband (1 h 51 min)
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Nach der Lektüre des ersten Kapitels erwähnt Stefan Heym, warum er eine Neuinterpretation jener antijudaistischen Gründungsmythe vom Ewigen Juden geschrieben habe: Es sei ihm um die Motivation Ahasvers gegangen, Jesus auf dem Weg nach Golgatha die Rast zu verweigern. Ahasver müsse mehr gewesen sein als ein einfacher jüdischer Schuster; er benötigte vielmehr eine Biographie an Bedeutung derjenigen Jesu gleich. Also wird in Heyms Roman Ahasver zu einem gefallenen Engel, der sich weigert, das Knie vor dem neu geschaffenen Adam zu beugen. Diese Prämisse führt zu den drei Erzählebenen, von denen Heym unterschiedliche Kapitel liest: Da wäre zum einen die mythologische Ebene, zum anderen die Handlung um den antijüdischen Reformator Paulus von Eitzen und zu letzt der Briefwechsel zwischen den Professoren Jochanaan Leuchtentrager von der Hebrew University, Jerusalem, und Sigfried Beifuß vom fiktiven Institut für wissenschaftlichen Atheismus in Ost-Berlin. Anschließend beantwortet Heym Fragen aus dem Publikum. Darin beschreibt er einigermaßen deutlich seine Position als DDR-Autor mit nunmehr vier verbotenen Büchern
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