Portrait Friedrich Schiller [Skulptur]
Tieck, Friedrich (1776-1851); Scheibe, Paul; Michaelis, Mathias (1948-)
spätestens 1926
Inventarnummer: 3448
- Bilder und Objekte
vermutlich 1802
Inschrift: "SCHILLER"
Der bisher einzige Hinweis auf die Entstehungsbedingungen und für eine Datierung der Büste findet sich in einem Brief Friedrich Tiecks an A. W. Schlegel vom 2.8.1802: "Was Du von meiner Büste Schillers schreibst, ist recht guth, daß sie aber der Herzog will machen lassen, und mir bezahlen, ist noch besser." (zitiert nach Edmund Hildebrandt: Friedrich Tieck. Leipzig 1906, S. 37)
Wenn die Büste nicht bereits 1802 entstanden ist, könnte sie unmittelbar nach Schillers Tod geschaffen worden sein, was allerdings weniger wahrscheinlich ist, da Tieck bereits Anfang Juni Weimar Richtung Italien verließ (s. Bernhard Maaz, a.a.O., Kat.nr. 59 sowie Klaus Fahrner, a.a.O., S. 90f.). Möglicherweise ist das Schiller-Portrait im Zusammenhang mit Tiecks 1802 entstandener Hermenbüste von Goethe (s. Maaz, a.a.O., Kat.nr. 30c, Abb. 71) zu sehen.
Auf der Grundlage seiner Hermenbüste und in Anlehnung an Dannecker schuf Tieck 1826 ein weiteres, halblebensgroßes Schiller-Portrait, das zu einer Reihe von Biskuitbüsten - u.a. Herder, Goethe, Wieland - gehört (s. Maaz, Kat.nr. 150 sowie Inv.nr. 4297).
Photo: Mathias Michaelis
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Bernhard Maaz: Christian Friedrich Tieck 1776-1851. Berlin 1995
Klaus Fahrner: Der Bilddiskurs zu Friedrich Schiller. Stuttgart 2000