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Portrait Friedrich Schiller [Pastell]

Graff, Anton (1736-1813); Stock, Dorothea (1760-1832)

Ende 1794 - Anfang 1795

Inventarnummer: 6278

Media type
  • Bilder und Objekte
Object type
Pastell
Title
Portrait Friedrich Schiller
Period of Origin
Ende 1794 - Anfang 1795 (1786-91 Vorlage)
Description
o. Bez.
In die Sammlung übernommen mit einem auf der rückseitigen Abdeckung befestigten Schriftstück von Schillers Tochter Emilie (s. Erhaltungszustand): "Friedrich von Schiller [unterstrichen] | Dieses Bild hing immer in dem Schlafzimmer der Charlotte von Schiller über ihrem Bett. Dora Stock [unterstrichen], die Schwägerin Körners [unterstrichen] hat es gemalt. Es ist eine Copie nach dem Bild Schillers von Graff [unterstrichen] welches die Mutter des Theodor Körner besitzt. | Geschrieben von Emilie von Gleichen geb von Schiller"
Technology
Pastell auf Pergament
Dimension [in cm]
70,5 (Höhe) x 56,5 (Breite) (Keilrahmen)
82,5 (Höhe) x 68,5 (Breite) (Rahmen)
Condition
In einem Rahmen vermutlich aus dem frühen 19. Jahrhundert in die Sammlung übernommen.
2009 umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen; der Papierbogen mit Provenienznachweis von Emilie von Gleichen-Rußwurm seither gesondert aufbewahrt (s. Restaurierungsprotokoll).
Comments
Das Portrait entstand auf Wunsch des Dichters und war bereits die zweite Kopie, die die mit Schiller befreundete Malerin nach der Graffschen Vorlage fertigte; erstere war an Johann Adolf von Thielmann gegangen (s. Körner an Schiller, 19.9.1794, NA Bd. 35, S. 60). Graffs Portrait befand sich seit 1794 im Besitz von Dora Stocks Schwager Christian Gottfried Körner (heute: Museum zur Dresdner Frühromantik, Dresden).
Dora Stock scheint weder mit der Vorlage noch mit ihrem eigenen Werk wirklich zufrieden gewesen zu sein. An Schillers Frau Charlotte schrieb sie am 16. März 1795: " Begierig bin ich, ob du zufrieden damit sein wirst. Schiller hat sich viel geändert, seit Graff dieses Bild malte, und ganz frappant hielt ich's nie." (zit. nach Urlichs (s.u.), Bd. 3, S. 17).
Schillers Tochter Emilie schrieb später (in einem Brief vom 12. Dezember 1859 an Friedrich Mohr): "Charlotte zog dieses Bild allen anderen vor (...)." (zit. nach Mohr, s.u., S. 6f).
Auftraggeber und Entstehungsumstände des Graffschen Portraits, für das Schiller zumindest einige Male Modell gesessen hat, sind bisher nicht eindeutig geklärt. Mai 1786 konnte das begonnene Portrait bereits im Graffschen Atelier besichtigt werden; 1791 wurde das vollendete Portrait nach Stuttgart an Johann Gotthard Müller geschickt, um gestochen zu werden.
1932 von Alexander von Gleichen-Rußwurm erworben (1937 übernommen).
Literature
  • Friedrich Mohr: Zur Geschichte der Schiller-Bilder. Hannover [um 1860], S. 6f.
    Ludwig Urlichs (Hg.): Charlotte von Schiller und ihre Freunde. Stuttgart 1865, Bd. 3, S. 17f.
    Hermann Kletke: Friedrich Förster. Kunst und Leben. Berlin 1873, S. 87f.
    Alexander von Gleichen-Rußwurm: Das Schillermuseum zu Schloß Greifenstein, in: Marbacher Schillerbuch 1905, S. 7.
    Ekhart Berckenhagen: Anton Graff. Leben und Werk. Berlin 1967, S. 320-322.
    Roland Kanz: Dichter und Denker im Porträt. München 1993, S. 108-112.
    Linda Siegel: Dora Stock. Portrait Painter of the Körner Circle in Dresden (1785-1815). Lewiston u.a. 1993, S. 49f.
    Klaus Fahrner: Der Bilddiskurs zu Friedrich Schiller, Stuttgart 2000, S. 57-63.
    Rose Unterberger: Friedrich Schiller. Orte und Bildnisse. Stuttgart 2008, S. 88ff.
    Sabine Fischer: Friedrich Schiller als Auftraggeber seiner Porträts, in: Jahrbuch der Dt. Schillergesellschaft 54 (2010) 133-141.
Inventory Number
6278
Digital object
Use
Am Standort