Workshop: Dichter der Freiheit und Denker gegen Vereinfachung. Neue Perspektiven der Schiller-Forschung

Die jüngste Schiller-Forschung setzt auf differenzierte Kontextualisierung und sucht, Schiller neu und in seiner Zeit zu verorten – etwa im literarischen Feld und in der Mediengeschichte um 1800. Ebenso rücken sein Verhältnis zu Religion sowie zu Recht und Politik wieder stärker in den Fokus. Parallel dazu ist ein wachsendes literatur- und theaterwissenschaftliches Interesse am Dramatiker Schiller zu beobachten, das sich sowohl auf Fragen der Raumgestaltung als auch auf konkrete Aufführungspraktiken in Geschichte und Gegenwart richtet. Schließlich erfährt der philosophische Schiller gegenwärtig in der internationalen Forschung zur Ästhetik um 1800 eine Renaissance – nicht zuletzt im Zusammenhang mit den aktuell intensiv geführten Debatten um die »Freiheit der Kunst« und die sogenannte Autonomieästhetik. Im Rahmen eines eintägigen Arbeitsgesprächs werden Schiller-Forschende zusammenkommen, um in einem Laboratoriumsgespräch neue Forschungsperspektiven zu diskutieren und künftige Vorhaben auszuloten.

Programm

In Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie und der Universität Tübingen.
Gefördert durch die DFG.

Kontakt

Birgit Wollgarten
Sekretariat, Tagungsorganisation, Vertretung Stipendienkoordination
Telefon +49 (0) 7144 / 848-175
E-Mail forschung@dla-marbach.de