Dichter der Freiheit und Denker gegen Vereinfachung. Neue Perspektiven der Schiller-Forschung

Die jüngste Schiller-Forschung setzt auf differenzierte Kontextualisierung und sucht, Schiller neu und in seiner Zeit zu verorten – etwa im literarischen Feld und in der Mediengeschichte um 1800. Eben so rücken sein Verhältnis zu Religion so wie zu Recht und Politik wieder stärker in den Fokus. Parallel dazu ist ein wachsen des literatur- und theaterwissenschaftliches Interesse am Dramatiker Schiller zu beobachten, das sich auf Fragen der Raumgestaltung und konkrete Aufführungspraktiken in Geschichte und Gegen wart richtet. Schließlich erfährt der philosophische Schiller gegenwärtig in der internationalen Forschung zur Ästhetik um 1800 eine Renaissance – nicht zuletzt im Zusammenhang mit den Debatten um die ›Freiheit der Kunst‹ und die sogenannte Autonomieästhetik. Im Rahmen eines Arbeitsgesprächs werden Schiller-Forschende zusammenkommen, um neue Forschungsperspektiven zu diskutieren und künftige Vorhaben auszuloten.

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