Zeitkapseln aus dem Deutschen Literaturarchiv

19 Uhr: Begrüßung | Kai Uwe Peter, Präsident der Deutschen Schillergesellschaft

19.05 Uhr: Friedensverhandlungen. Symbolische Pflanzengaben | Nach einer größeren Auseinandersetzung über die gemeinsame Zukunft legte Rainer Maria Rilke einem Schreiben an seine künftige Frau Clara Westhoff nicht nur symbolisch den Olivenzweig bei, sondern auch konkret, als getrocknete Pflanze. Im privaten Nachlass Rilkes finden sich neben Manuskripten, Briefen, Notizbüchern, Zeichnungen und Fotos über 300 getrocknete Pflanzen. Rilkes Auseinandersetzung mit der Welt der Pflanzen zeigt ihn als Gärtner im doppelten Sinne: als botanisierenden Autor und als tatsächlichen Gärtner. Anna Kinder (DLA) und Peer Trilcke (Universität Potsdam) geben Einblicke in Rilkes Pflanzenkosmos. 

20 Uhr: Zeichnen als unterdrückte Ausdrucksform Rilkes | Sein Gespür für Bilder und Kunst verdankt Rainer Maria Rilke nicht zuletzt der Tatsache, dass er von Kind auf selbst gezeichnet hat. Den Zeitgenossen, aber auch der Nachwelt blieb dieser Teil seines Schaffens bis heute fast vollständig verborgen. Ein opulent ausgestatteter Band in der Anderen Bibliothek mit mehr als 150 Abbildungen, entstanden in Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, präsentiert erstmals dieses unbekannte Œuvre Rilkes. Darüber sprechen Gunilla Eschenbach (DLA) und Peer Trilcke (Universität Potsdam). 

21 Uhr: Friedrich Schiller. Zwischen Aufstand und Anpassung. Die neue Dauerausstellung ›Schiller!‹ im Schiller-Nationalmuseum | Schiller versteht sich als Weltbürger und macht in seinen Dramen und historischen Schriften immer wieder europäische Geschichte zum Thema. Bis heute gilt er als Dichter der Freiheit und Rebellion, seine Verse wurden zu geflügelten Worten. ›Schiller!‹ nimmt mit rund 400 Exponaten – Manuskripten, Briefen und Büchern, Bildern und Skulpturen – die politische Dimension von Schillers Werk in den Fokus und zeigt den Autor zugleich im Kontext anderer Autorinnen und Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts. Alexa Hennemann (DLA) stellt die Ausstellung im Gespräch mit Vera Hildenbrandt (DLA; Leiterin des Schiller-Nationalmuseums) vor.

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