Selbstverteidigung literarisch 1: Ich wünschte, es wäre nicht zu meiner Zeit geschehen. Wie J.R.R. Tolkiens ›Herr der Ringe‹ heute Mut machen kann
Wer heute in die Nachrichten schaut, kann die Hoffnung auf eine gerechte, friedliche Welt verlieren. Was können da Bücher überhaupt noch bewirken? Viel, sagen wir mit J.R.R. Tolkien. Wir lesen den Herrn der Ringe neu, als Buch, in dem Hoffnung ein zentraler Begriff ist, und lassen den Mensch hinter Tolkiens Werk in seinen Briefen zu Wort kommen. Es sprechen die Tolkien-Expert/-innen Tobias M. Eckrich (Vorsitzender der Deutschen Tolkien Gesellschaft), Annika Röttinger (Militärhistorikerin und Podcasterin) und Lisa Kuppler (Lektorin und Übersetzerin). Es liest der Schauspieler Timmo Niesner (Frodos Stimme).
Die deutschlandweite Veranstaltungsreihe ›Selbstverteidigung, literarisch‹ lotet am Beispiel literarischer Texte aus unter-schiedlichen Epochen aus, wie Bedrohungssituationen wahrgenommen und dargestellt wurden und werden. Wie kann Literatur uns dabei unterstützen, durch Krisenzeiten zu kommen und Bedrohungslagen auszuhalten? Welcher geistigen Voraussetzungen bedarf es, um konfliktreiche Situationen zu verstehen und entsprechend zu handeln? Was können wir für die Selbstvergewisserung und Selbstverständigung von Gesellschaften mitnehmen? Was lässt sich etwa von dem Freiheitskämpfer Wilhelm Tell, was aus Theodor Fontanes Vor dem Sturm und Heinrich von Kleists Verarbeitung der Varusschlacht in seinem Drama Die Hermannsschlacht lernen? Welche Gültigkeit hat Tolkiens Herr der Ringe für die Diskussion um das Erstarken autoritärer Systeme in der Gegenwart? Wie nah sind uns die Antihelden der Literatur, die letztlich mit ihren Befreiungsversuchen scheitern und mitunter – wie etwa in Orwells Farm der Tiere - neue Formen der Unterdrückung und Herrschaft errichten? – Geplant sind weitere Veranstaltungen in Potsdam, Weimar, Marbach und München.
Eintritt frei. Anmeldung: www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalbibliothek, der Deutschen Tolkien Gesellschaft und dem Klett-Cotta Verlag.
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