Entscheidung über die Planungsentwürfe
aus dem Architektenwettbewerb für das Forschungsarchiv ›Tor zur Literatur‹ im Deutschen Literaturarchiv
Im Rahmen einer Pressekonferenz gibt die Deutsche Schillergesellschaft (DSG), Trägerverein des Deutschen Literaturarchivs, heute die Preisträger des Planungswettbewerbs für das Forschungsarchiv ›Tor zur Literatur‹ auf der Schillerhöhe in Marbach am Neckar bekannt. Den ersten Preis des Planungswettbewerbs erhalten Gustav Düsing Architekt, Berlin / Landschaftsarchitektur mahl gebhard konzepte, München. Den zweiten Preis erhalten Karamuk Kuo Architekten, Zürich / Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, Zürich. Den dritten Preis erhalten AFF Architekten GmbH, Berlin / TOPOTEK GmbH, Berlin. Zudem gehen Anerkennungen an BRUTHER, Paris / Catherine Mosbach Landschaftsarchitektin, Paris, und FAKT – Kern Tessarz Tratz Architekten Part-GmbB, Berlin in ARGE mit Studio Muoto SARL, Paris / Bureau B+B urbanism and landscape architecture, Amsterdam. Das Preisgericht unter Vorsitz der Berliner Architektin Prof. Regine Leibinger tagte vom 11. bis 12. März und wählte die Siegerentwürfe aus. Die drei Preisträger nehmen jetzt an dem anschließenden Verhandlungsverfahren teil. Die Projekte Neubau und Sanierung werden mit insgesamt 146 Millionen zu gleichen Teilen von Bund und Land gefördert. Die Eröffnung des Neubaus ist für das Jahr 2032 geplant.
Nach einer europaweiten Bekanntmachung gingen im September 2025 insgesamt 177 Bewerbungen bei der Wettbewerbsbetreuung ARCHITEKTUR 109 (Stuttgart) ein. 20 Bürogemeinschaften davon, bestehend aus Architekt/-innen und Landschaftsarchitekt/-innen aus Europa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Belgien, Niederlande, England, Irland, Norwegen, Dänemark und Finnland), qualifizierten sich zur Teilnahme am Realisierungswettbewerb. Die Wettbewerbsaufgabe bestand im Entwurf der Bauwerks- und Freiraumplanung für den Neubau eines Forschungsarchivs ›Tor zur Literatur‹ (Grundstücksfläche ca. 11.000 qm) auf der Schillerhöhe Marbach a.N.
Das Preisgericht mit sieben Fachpreisrichter/-innen (1) Prof. Dipl.-Ing. Anne Kaestle (Architektin, Zürich), (2) Prof. Regine Leibinger (Architektin, Berlin), (3) Dr. phil. Niklas Maak (Architekt und Redakteur der FAZ, Berlin), (4) Prof. Dipl.- Ing. ETH Johanna Meyer-Grohbrügge (Architektin, Berlin), (5) Birgit Rapp (Architektin, Amsterdam), (6) Prof. Dr. Alfredo Thiermann (Architekt, Lausanne) und (7) Prof. Dr.-Ing. Thomas Stark (Architekt, Waiblingen) haben gemeinsam mit fünf Preisrichter/-innen der Deutschen Schillergesellschaft als Ausloberin, (1) Arne Braun, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, (2) Ingo Mix, Kunst- und Kulturförderung beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), (3) Kai Uwe Peter, Präsident der Deutschen Schillergesellschaft, (4) Prof. Dr. Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs, (5) Jan Trost, DSG Vorstandsmitglied und Bürgermeister der Stadt Marbach und (6) Matthias Vollmer, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bau, sowie weiteren Beraterinnen und Beratern die Planungsentwürfe ausgewählt.
Das Preisgerichtsprotokoll, Visualisierungen und weitere Materialien zu den Prämierungen und Anerkennungen finden Sie unter https://www.dla-marbach.de/presse/
»Mit den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs nimmt das ›Tor zur Literatur‹ nun sichtbar Gestalt an. Der Siegerentwurf ist ein würdiges und einladendes Entree ins Reich der Literatur auf der Schillerhöhe. Er verbindet architektonische Qualität mit dem Anspruch, einen zukunftsorientierten Ort für Forschung, Bewahrung und Vermittlung unseres literarischen Erbes zu schaffen. Gerne unterstützt der Bund den Bau, um diesen einzigartigen Literaturstandort in unserem Land nachhaltig zu stärken.« ■ Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien (BKM)
»Der einstimmige Beschluss beweist, dass die hochkarätige Jury zwei Tage lang konzentriert und zielgerichtet die Entwürfe unter die Lupe genommen hat. Der Siegerentwurf verfolgt den charmanten Gedanken, durch den transparenten Charakter des Bauwerks die wissenschaftliche Arbeit im Archiv sichtbar zu machen und damit Literaturfreunde und die Marbacher Bevölkerung einzuladen, mit auf die Reise in die Welt der Bücher und Manuskripte zu gehen. Ein Fest für die Literatur!« ■ Arne Braun, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK)
»Zwei Tage lang hat das Preisgericht in guter und kooperativer Zusammenarbeit über die eingereichten zwanzig internationalen Entwürfe für das Forschungsarchiv ›Tor zur Literatur‹ diskutiert. Alle prämierten Arbeiten für diesen besonderen Ort zeigen ein sehr hohes Niveau und eine große typologische Bandbreite. Die einstimmige Entscheidung für den 1. Preisträger, der sich hervorragend in den Campus einfügt, freut uns besonders.« ■ Prof. Regine Leibinger (Architektin, Berlin), Vorsitzende der Jury
»Die Weiterentwicklung der Schillerhöhe durch die Umsetzung des Neubaus des DLA ist eine einzigartige städtebauliche Chance für unsere Schillerstadt«. ■ Jan Trost, Bürgermeister der Stadt Marbach
»Einen Ort für die Literatur zu entwerfen, ist eine besondere und anspruchsvolle Aufgabe. Aus zwanzig beeindruckenden Entwürfen konnten wir die besten auswählen. Der Jury danke ich für die intensiven Beratungen, der Stadt Marbach und unseren Zuwendungsgebern aus Bund und Land danke ich für die große Unterstützung. Den weltweit teilnehmenden Architekturbüros, der internationalen Jury und ihrer Vorsitzenden Regine Leibinger für die außergewöhnliche Qualität der Entwürfe und der Diskussion.« ■ Prof. Dr. Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach
»Das neue Forschungsarchiv nimmt sich gegenüber den umliegenden Häusern zurück, fügt sich in die Landschaft ein und schafft einen Garten. Zugleich öffnet es sich einladend zum Literaturcampus auf der Schillerhöhe. Damit wird das Tor zur Literatur auch ein Tor zur Stadt.« ■ Kai Uwe Peter, Präsident der Deutschen Schillergesellschaft e.V.
Alle 20 Wettbewerbsarbeiten werden vom 13. März 2026 bis 21. März 2026 (Mo–Fr, 9–17 Uhr, Samstag, 10–16 Uhr) im Tagungsbereich des DLA ausgestellt. Am 13. März ist die Ausstellung für Medienvertreter/-innen ab 10 Uhr zugänglich, für das Publikum ab 14 Uhr. Der Besuch der Ausstellung ist ohne vorherige Anmeldung möglich.
Weitere Informationen und Bilder der prämierten Planungsentwürfe finden Sie im Pressebereich unserer Website: www.dla-marbach.de/presse
Link Auslobungsunterlagen: https://www.dla-marbach.de/fileadmin/redaktion/Ueber_uns/Forschungsarchiv/dsg_251031_Auslobung.pdf
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