PM 34/2016,

Bibliothek Ernst Jünger vollständig erschlossen

Die Bibliothek Ernst Jünger (Marbacher Bestand) ist vollständig erschlossen.

Das von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg geförderte Erschließungsprojekt »Die Bibliothek Ernst Jünger (Marbacher Bestand)« konnte mit der vollständigen Katalogisierung und Dokumentation von 4.385 Bänden aus dem Besitz Jüngers nach 1,5 Jahren erfolgreich abgeschlossen werden. Damit ist diese umfangreiche Teilbibliothek des Autors im Onlinekatalog (»Kallías«) des Deutschen Literaturarchivs Marbach recherchierbar. Für die 158 Mappen von Jüngers Miszellensammlung, u. a. veröffentlichte und nicht veröffentlichte Texte verschiedener Autoren, Sonderdrucke mit Widmungen, Broschüren, Zeitungsausschnitte sowie Briefe an Ernst Jünger, wurde ein eigenes Findmittel erstellt, das der Forschung jetzt online zur Verfügung steht.

Die Bibliothek des Schriftstellers Ernst Jünger (1895–1998) ist an zwei Standorten überliefert: in seinem Wohnhaus, dem ehemaligen Stauffenbergschen Forsthaus in Wilflingen, und im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Der Marbacher Teil der Bibliothek stammt zum großen Teil aus einer anderen Wohnung, die Jünger in der Nähe von Wilflingen angemietet hatte, um den stetig wachsenden Buchbestand auszulagern. Die dort aufbewahrten Bücher und Zeitschriften sowie eine umfangreiche Sammlung von Presse- und Arbeitsmaterialien kamen mit der von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg geförderten Übernahme seines Nachlasses 1998 in die Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs.

Der »Wilflinger Bestand« sowie die audiovisuellen Medien im Nachlass des Autors werden zurzeit mit einer Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bis Ende Januar 2018 erschlossen. Mit der Erschließung der beiden in Marbach und Wilflingen aufgestellten Teilbestände von Jüngers Privatbibliothek soll deren räumliche Trennung virtuell aufgehoben werden. Auf diese Weise wird die Funktion seiner gesamten Bibliothek als Arbeitsinstrument, als repräsentative Sammlung (z.B. von Alten Drucken vor 1800), als naturwissenschaftliche Spezialbibliothek (für seine entomologischen Forschungen) und als Quelle gelehrten Lesens deutlich.

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