PM 34/2025,

Eva Illouz hält die Schillerrede 2025

Die vielfach ausgezeichnete Soziologin Eva Illouz hält am 9. November 2025 die diesjährige Schillerrede. Illouz hat sich in ihrem Werk dem Einfluss ökonomischer Logik auf das Gefühlsempfinden gewidmet und damit die inneren Widersprüche eines ganzen Zeitalters kulturgeschichtlich ergründet. Mit ihrer Erforschung der Wechselwirkungen von Gefühlen und modernem Konsumverhalten erkundet sie scharfsinnig die Abgründe der Gegenwart und schlägt dabei den Bogen zur Literatur und Philosophie. Als originelle Denkerin und Essayistin setzt sie zudem klug und pointiert Wegmarken in aktuellen Debatten, zuletzt zum Krieg in Nahost.

Die Schillerrede im November erinnert jährlich an den Geburtstag Friedrich Schillers am 10. November. Eva Illouz hält die traditionelle Festrede nach u.a. Michail Schischkin, Abdulrazak Gurnah, Daniel Kehlmann, Anne Weber, Christian Drosten, Cem Özdemir, Jan Philipp Reemtsma, Orhan Pamuk, Jan Assmann, Brigitte Kronauer, Berthold Leibinger und Richard von Weizsäcker.

Eva Illouz, geboren 1961, studierte in Paris, Jerusalem und den USA Soziologie, Kommunikation und Literatur. 1991 wurde sie an der University of Pennsylvania (USA) mit der Arbeit Consuming the Romantic Utopia: Love and the Cultural Contradictions of Capitalism promoviert. 2006 erhielt sie einen Ruf an die Hebräische Universität Jerusalem als Professorin für Soziologie und Anthropologie, seit 2015 lehrt sie als Directrice d’Etudes an der Pariser École des hautes études en sciences sociales (EHESS). Eva Illouz hat bislang 18 Bücher veröffentlicht, zuletzt erschien Explosive Moderne (2024), das Werk stand in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf diversen Sachbuch-Bestenlisten. Im September 2025 erscheint ihr Buch Der 8. Oktober, in dem es um die Ursprünge des neuen Antisemitismus geht. International bekannt wurde sie durch Die Errettung der modernen Seele (2009) und Warum Liebe weh tut (2011), ein Bestseller, der in zwölf Sprachen übersetzt wurde.

Zu den zahlreichen Ehrungen, mit denen Eva Illouz ausgezeichnet wurde, gehören u.a. der Best Book Award der American Sociological Association (2005), der Anneliese-Maier-Forschungspreis (2013), der EMET-Preis for Science, Art and Culture in Social Sciences (2018) und 2024 der Frank-Schirrmacher-Preis sowie der Aby Warburg Preis der Stadt Hamburg. 2018 wurde sie zum Chevalier de la Legion d’honneur ernannt.

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