Jahrestagung der American Friends
A Profusion of Tongues: Migration, Multilinguality, and German Writing Jahrestagung der American Friends of Marbach vom 26. bis 28. Juni
Literatur ist heute weltweit von einer Vielfalt der Stimmen geprägt: Für einige der wichtigsten Autorinnen und Autoren, die auf Deutsch veröffentlichen, ist Deutsch die zweite oder auch dritte Sprache, etwa für Rafik Schami, Yoko Tawada, Olga Martynowa, Saša Stanišić, Natascha Wodin, Emine Sevgi Özdamar und Marica Bodrožić. Anderen ist Berlin zum Exil geworden, sie verfassen ihre Texte aber weiterhin in ihrer Muttersprache, beispielsweise Wladimir Sorokin, Aslı Erdoğan und der Friedenspreisträger Liao Yiwu. Das ist kein neues Phänomen: Mehrsprachige Biografien waren nicht nur in Österreich-Ungarn und der Schweiz bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts keine Seltenheit. Vor diesem Hintergrund und angesichts der reichen historischen Bestände im Deutschen Literaturarchiv stellt die internationale Tagung Fragen nach Mehrsprachigkeit und ihrer Rolle für die Literatur im Wandel der politischen Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt. Die ›Profusion of Tongues‹ folgt oft aus einer Notlage – für die Kunst des Schreibens und den kulturellen Austausch erweist sie sich dennoch immer wieder als enormer Gewinn.
Internationale Expertinnen und Experten – darunter Stephen D. Dowden, David Gramling, Áine McMurtry und Didem Uca – diskutieren, wie sich literarische Formen der Zwei- oder Mehrsprachigkeit fassen lassen, welche Rolle sie für die Vermittlung zwischen Systemen und Kulturen spielen können und was rechtlich, finanziell und wissenschaftlich nötig ist, um die vielsprachigen Werke nach Deutschland Geflüchteter zu sichern und der Forschung und Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sandra Richter, Direktorin des DLA, und Meike G. Werner, Vanderbilt University, begrüßen. Die Abendveranstaltung ›Mundtot gemacht‹ mit Yrigalem Fisseah Mebrahtu findet am 27. Juni in Kooperation mit dem Haus der Geschichte, Stuttgart, im Museum Hohenasperg statt.
Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.
Programm: www.dla-marbach.de/forschung/tagungen
Um Anmeldung wird gebeten: forschung@dla-marbach.de
In Kooperation mit der Vanderbilt University (USA).
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Max Kade Stiftung.
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