Neue Dauerausstellung: ›Schiller!‹
Wiedereröffnung des Schiller-Nationalmuseums
Eröffnungsrede am 30. Oktober: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer
Friedrich Schiller thematisiert zentrale Anliegen seines Zeitalters, macht in seinen Dramen und historischen Schriften immer wieder Europa und dessen Geschichte zum Schauplatz und Thema, versteht sich als ›Weltbürger‹. Seine Verse wurden zu geflügelten Worten, bis heute gilt er als Dichter der Freiheit und Rebellion. ›Schiller!‹ heißt die neue Dauerausstellung im Schiller-Nationalmuseum, die Kulturstaatsminister Wolfram Weimer am 30. Oktober mit einer Rede eröffnet. François Delattre, Botschafter Frankreichs in Deutschland, Petra Olschowski MdL, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, und die Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Sandra Richter sprechen Grußworte. Die Ausstellung fragt u.a.: In welche Traditionen schrieb Schiller sich ein? Wie verhielt er sich zu Revolution, Widerstandsrecht, Tyrannenmord? Welche Anknüpfungspunkte bietet Schillers Werk damit heute für die politische Bildung in einer Demokratie?
Die Ausstellung haben die Leiterin der Museen Vera Hildenbrandt, Helmuth Mojem, Alina Palesch und Pascal Quicker kuratiert. Gestaltet wurde sie von Limited Inc gemeinsam mit studio sebastian marbacher.
Die neue Schau im Schiller-Nationalmuseum rückt mit rund 300 Exponaten – Manuskripten, Briefen und Büchern, Bildern und Skulpturen – die politische Dimension von Schillers Werk in den Fokus und zeigt den Autor zugleich im Kontext anderer Autorinnen und Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts. Inwiefern prägten Schillers Lebenserfahrungen sein Verständnis von Politik, Freiheit und Gesellschaft? – Wie wirkten sich Ortswechsel, zunächst Flucht und Exil, später vor allem imaginierte Reisen auf Leben und Werk aus? – Welche Rolle spielten seine gesellschaftlichen und literarischen Netzwerke für ihn? – Wie fand er zwischen Finanznot und Freiheitsdrang, zwischen Brotberuf und Dichterdasein seinen Weg zum freien Schriftsteller? – Wie beeinflussten Schillers Studium der Medizin und seine Rolle als Dozent für Geschichte und Philosophie an der Universität Jena den Schriftsteller Schiller? Welche Rolle spielen die europäischen Werte der Französischen Revolution, dem europapolitischen Ereignis zu Schillers Lebzeiten, in seinem Leben und in seinen Texten? – Wie wird er unmittelbar nach seinem Tod bereits zur Kultfigur?
In der Ausstellung verweisen Wechselvitrinen, die regelmäßig mit neuen Exponaten bestückt werden, aus dem 18./19. Jahrhundert ins 20./21. Jahrhundert, vom Schiller-Nationalmuseum ins Literaturmuseum der Moderne. In regelmäßigen Abständen in die Ausstellung eingebrachte Interventionen von Gegenwartsautor/-innen und -künstler/-innen werden zukünftig ›FreiRäume‹ für aktuelle Perspektiven eröffnen, die Ideen von Schiller und seinen Zeitgenoss/-innen aufgreifen und sich dazu positionieren. Der Schillersaal, Herzstück des Museums, wird zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs. Eine durch alle Ausstellungskapitel gelegte ›Spur‹ wendet sich an Kinder.
Die Ausstellung wird am 30. Oktober um 10.30 Uhr im Deutschen Literaturarchiv (Tagungsbereich) eröffnet.
Ein Pressegespräch findet am 28. Oktober um 11 Uhr im Berthold Leibinger Auditorium (Literaturmuseum der Moderne) statt.
Das Ausstellungsprojekt wird von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Digitalisierungsinitiative des Bundes sowie von der Wüstenrot Stiftung mit insgesamt 640.000 Euro gefördert.
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