Ausstellungseröffnung: 80. Geb. v. Botho Strauß
Gebärdensammler – Schriftfortsetzer – Sätzemacher
Botho Strauß in drei Akten
Am 1. Dezember mit Philipp Theisohn
»Meine Arbeit ist seit jeher und ursprünglich mit der Entscheidung verknüpft, als Schriftsteller niemand zu sein als der, der schrieb.« Botho Strauß meidet öffentliche Auftritte, lebt zurückgezogen in der Uckermark, gibt kaum Interviews. Sein Schreiben aber prägt seit Jahrzehnten die deutschsprachige und internationale Literatur. Zu seinem 80. Geburtstag präsentiert das Deutsche Literaturarchiv in drei Akten ausgewählte Archivalien aus seinem Vorlass, den Strauß dem Deutschen Literaturarchiv anvertraute.
Zur Eröffnung spricht der Schweizer Germanist Philipp Theisohn, dessen Monografie Denken nach Botho Strauß. Begegnungen in einer anderen Zeit im Oktober 2024 erschien. Das Konzept der Ausstellung wird von den Kuratoren Ulrich von Bülow, Leiter der Abt. Archiv, und Vera Hildenbrandt, Leiterin der Museen, im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt. Es begrüßt Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs. Die Ausstellung mit rund 60 Exponaten wurde von Limited Inc gestaltet. Sie wird bis zum 16. Februar 2025 im Literaturmuseum der Moderne gezeigt.
Der erste Akt gilt dem »Gebärdensammler‹, dem Theaterkritiker, Dramaturgen und Theaterautor: Seit den frühen 1970er Jahren ist Botho Strauß – neben Peter Handke – auch international einer der meistgespielten deutschsprachigen Dramatiker. Materialien zur Trilogie des Wiedersehens erlauben den Blick in die Schreibwerkstatt des Bühnenautors, seine Würdigungen von Bruno Ganz und Jutta Lampe illustrieren seine Sicht auf die Schauspielkunst. Der zweite Akt zeigt ihn als Wanderer durch die Literatur, der auch gegen den Kanon liest, und sich in der Auseinandersetzung mit Rudolf Borchardt, Gottfried Benn, Ernst Jünger, Konrad Weiß, Martin Heidegger und Paul Celan als »Schriftfortsetzer« versteht. Der dritte Akt widmet sich schließlich dem Prosaautor, dem »Sätzemacher«, dessen Anschwellender Bocksgesang zu den großen essayistischen Provokationen der deutschen Öffentlichkeit zählt. Verschiedene Fassungen des Essays und Entwürfe zu Der junge Mann und Die Unbeholfenen machen sichtbar, wie die reflexive Prosa von Strauß entsteht, die – ebenso wie seine Theaterstücke – die deutsche Gegenwartsgeschichte kritisch kommentiert und damit immer wieder neue Debatten auslöst. Im Rahmen der Ausstellung werden außerdem Theaterfotografien von Ruth Walz gezeigt.
Die Ausstellung wird am 1. Dezember um 11 Uhr im Literaturmuseum der Moderne (Leibinger Auditorium) eröffnet. Um Anmeldung wird gebeten: museum@dla-marbach.de
Für Medienvertreter/-innen sind Vorbesichtigungen von Donnerstag, 28. November 2024 an (ab 12 Uhr) möglich; nach Anmeldung: presse@dla-marbach.de
Hinweis: Die Veranstaltung »Botho Strauß: Gebärdensammler« in Kooperation mit der BBAW, Berlin, ursprünglich geplant am 19. Dezember, entfällt.
Kontakt
Alexa Hennemann
Leiterin Referat Kommunikation
Telefon +49 (0) 7144 / 848-173
E-Mail alexa.hennemann@dla-marbach.de
Dr. Dietmar Jaegle
Stv. Leiter Referat Kommunikation / Publikationen
Telefon +49 (0) 7144 / 848-604
E-Mail dietmar.jaegle@dla-marbach.de
Vinca Lochstampfer, M.A.
Referentin Social Media / Tourismus, Marketing
Telefon +49 (0) 7144 / 848-103
E-Mail vinca.lochstampfer@dla-marbach.de
Katja Kesselheim, M.A.
Webredaktion
Telefon +49 (0) 7144 / 848-101
E-Mail webredaktion@dla-marbach.de
Frederike Teweleit-Lutze
Veranstaltungsmanagement
Telefon +49 (0) 7144 / 848-120
E-Mail frederike.teweleit-lutze@dla-marbach.de
Christine Christ, M.A.
Sekretariat
Telefon +49 (0) 7144 / 848-174
E-Mail presse@dla-marbach.de