PM 7/2025,

»Postillon, fahr zu!«

Der Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und Max Bense, vorgestellt von Jan Philipp Reemtsma und Michaela Nowotnick 
20. Februar 2025, 19.30 Uhr, Deutsches Literaturarchiv Marbach

Als Arno Schmidt 1952 den Philosophen und Schriftsteller Max Bense kennenlernt, sucht er aktiv nach neuen Möglichkeiten für sein Leben als Schriftsteller: Die Beziehung zum Rowohlt Verlag scheint zerrüttet, Schmidt denkt über einen neuen Wohnort nach. Bense, der avantgardistische Stuttgarter Professor, sieht in Schmidts Texten seine Theorien von einer neuen deutschen Literatur bestätigt. Gemeinsam mit Elisabeth Walther gründet er die Literaturzeitschrift Augenblick, zu deren wichtigsten Mitarbeitern Arno Schmidt bald gehören wird. Schmidt nutzt die Zeitschrift, um ein neues Publikum und einen neuen Verlag zu finden. Außerdem beteiligen sich Bense und Schmidt an Protesten gegen das Wiedererstarken des Militarismus und den wachsenden Einfluss der Kirchen in der Adenauer-Ära. Für Schmidt ist das südwestdeutsche Umfeld so attraktiv, dass er sogar darüber nachdenkt, eine Dozentur an der Hochschule für Gestaltung in Ulm zu übernehmen. Erst mit seinem Umzug ins abgeschiedene niedersächsische Bargfeld geht er von 1958 an ganz andere Wege. Der freundschaftliche Kontakt zu Bense bleibt ihm jedoch über viele weitere Jahre hinweg wichtig. 

Zusammen mit dem Autor und Literaturwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma, dem Gründer der Arno Schmidt Stiftung, stellt Michaela Nowotnick die im Suhrkamp Verlag veröffentlichte Edition am Donnerstag, 20. Februar, um 19.30 Uhr, im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs vor. Jan Bürger vom Deutschen Literaturarchiv, wo Max Benses Nachlass aufbewahrt wird, moderiert. 

Ende 2024 wurde der Briefwechsel zwischen Schmidt und Bense von Michaela Nowotnick in Zusammenarbeit mit Studierenden der Humboldt-Universität zu Berlin im Suhrkamp Verlag herausgegeben, ein umfangreicher Dokumententeil ergänzt die Edition. Der Band wirft Licht auf eine unbekannte Seite in Arno Schmidts Leben und erinnert an eine Zeit in der südwestdeutschen Literaturgeschichte, als Stuttgart plötzlich als Zentrum der künstlerischen Avantgarden galt. 

Eintritt: € 9,- / 7,- € (erm./DSG), Kartenverkauf über Reservix

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