Vom Feuilleton zum Feed: Literaturpodcasts als neue kritische Stimmen
Mit Johannes Franzen, Markus Gottschling und Linn Penelope Rieger
Die Landschaft der Literaturvermittlung befindet sich im Wandel: Während die klassische Literaturkritik in den Feuilletons zusehends an Raum und Resonanz einbüßt, erleben Literaturpodcasts in der digitalen Landschaft eine bemerkenswerte Blüte. Doch welche Position nehmen diese neuen Formate im literarischen Diskurs tatsächlich ein? Welche Podcast-Formate sprechen welche Leserschaft und Zielgruppe an? Können sie als ebenbürtige kritische Instanzen gelten oder bleiben sie primär unterhaltsame Plaudereien? Nach welchen ästhetischen Maßstäben bewerten sie literarische Werke? Der Literaturwissenschaftler und Journalist Johannes Franzen (Wut und Wertung. Warum wir über Geschmack streiten), Markus Gottschling, wissenschaftlicher Koordinator des Tübinger „Center for Rhetorical Science Communication Research on Artificial Intelligence“, und Linn Penelope Rieger (Podcast Wasser und Buch) ergründen die Grenzen und Überschneidungen zwischen dem etablierten Feuilleton und dem Medium Podcast und fragen nach Qualitätsstandards, demokratischer Zugänglichkeit und der Zukunftsperspektive literarischer Vermittlung im digitalen Zeitalter.
Moderation: Sara Azami und Adrian Morina (Tübingen)
Abendveranstaltung im Rahmen der Studierendentagung »Podcast als/über Literatur« in Verbindung mit der Universität Stuttgart, der Eberhard Karls Universität Tübingen (Studio Literatur und Theater) und der Universität Bamberg.
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