Vergessene Stücke: August Wilhelm Iffland

Der Theaterautor, Schauspieler und Direktor des Berliner Nationaltheaters August Wilhelm Iffland war um 1800 äußerst populär. Unter seiner Leitung wurde das Nationaltheater am Gendarmenmarkt zum zentralen Austragungsort gesellschaftspolitischer und v.a. kunstästhetischer Diskussionen um die Frage der Deutungshoheit des kulturellen Leitmediums Theater. Seine Berliner dramaturgischen Schriften werden an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Klaus Gerlach ediert. Heute aber sind seine Stücke weitgehend in Vergessenheit geraten – obwohl sie, wie beispielsweise Der Spieler, aktuelle Konflikte verhandeln. In dem Stück spielt die Spielsucht eines Familienvaters und das daraus resultierende extreme Leid für die Familie eine zentrale Rolle. Ifflands Stücke suchen (und finden) immer Lösungen für die in ihnen verhandelten Konflikte. Warum werden Ifflands Stücke aber heute nicht mehr gespielt? Was können wir noch von ihnen lernen? Ein Abend zu Ifflands vergessenen Stücken, mit einer szenischen Lesung und einer Podiumsdiskussion u. a. mit Klaus Gerlach (wissenschaftl. Mitarbeiter BBAW, Editionsprojekt zu Iffland), konzipiert von Theaterkritiker Simon Strauß.

Anmeldung: https://www.bbaw.de/veranstaltungen/veranstaltung-august-wilhelm-iffland 

Eine Veranstaltung der Reihe ›Vergessene Stücke‹ in Kooperation zwischen dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, gefördert von der Stiftung Berliner Sparkasse.

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