Archiv Ausstellungsreihe fluxus
fluxus 26: Schützengrabenzeitungen aus der Bibliotheque nationale de Strasbourg
Im Ersten Weltkrieg wurden zum ersten Mal und in beispiellosem Ausmaß Zeitungen von und für Soldaten in der Nähe der Schlachtfelder publiziert – mehr als 470 Titel auf der französischen und rund 110 auf der deutschen Seite. Nur sechs Wochen nach Kriegsausbruch, am 14. September 1914, begründete der Vize-Feldwebel Max Edmeier in den heiß umkämpften Vogesen die erste Feldzeitung: Hohnacker neueste Nachrichten. Eine Reihe anderer folgte, von den Soldaten selbst an der Front hergestellt, oft mit sehr einfachen handwerklichen Mitteln, aber dank des bedeutenden elsässischen Druck- und Verlagswesens auch in hoher technischer Qualität. Die Bibliothèque nationale et universitaire in Straßburg konnte dank der offiziellen Aufrufe zur Einrichtung von Kriegssammlungen seit 1914 schon während des Krieges eine der größten europäischen Sammlungen deutscher Feldzeitungen zusammenstellen. Aus den 55 Titeln, die sie heute besitzt, werden hier die schönsten präsentiert. Sie alle stammen aus den Vogesen.
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